„Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

Einladung zur Ausstellungsbegleitung: 07. März.2014, 15:00-17:00 im Foyer des Rathaus (Neuer Markt 1)

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In den Jahren 2000-2007 wurden in Deutschland zehn Menschen durch den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet. Die meisten von ihnen hatten seit mehr als 15 Jahren in Deutschland gelebt und gearbeitet. Alle neun Migranten wurden mit der selben Waffe ermordet. Darunter auch Mehmet Turgut, der am 25.02.2004 im Neudierkower Weg (Toitenwinkel) hingerichtet wurde. Zum 10. Todestag wurde nun eine Gedenkstätte errichtet.
Die deutsche Polizistin Michèle Kiesewetter war das letzte Mordopfer des NSU.
2001 und 2004 kam es in Köln zu Bombenanschlägen, die sich ebenfalls gegen Migrant*innen richteten. Mehr als zwanzig Menschen wurden zum Teil lebensbedrohlich verletzt.

Anstatt Neonazis zu suchen, verdächtigte die Polizei jahrelang das Umfeld der ermordeten und verletzten Migrant*innen, in kriminelle Machenschaften verstrickt zu sein. Während Rassismus als Tatmotiv weitgehend ausgeblendet wurde, waren die Ermittler*innen jahrelang wie besessen von der Vorstellung, Türken oder andere Migrant*innen seien die Täter. Erst Anfang November 2011 wurde bekannt, dass der NSU die beschriebenen Verbrechen verübt hatte.

Derzeit ist im Foyer des Rathaus „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ zu sehen. Birgit Mair (*1967 in Österreich) konzipierte die Wanderausstellung in den letzten zwei Jahren, nachdem sie intensiv die Anfänge des bayerischen NSU-Ausschuss beobachtet hatte.

Wir laden euch ein, mit Begleitpersonen durch die Ausstellung zu gehen, Wichtiges zum NSU zu erfahren und zu diskutieren.

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