Nachhaltigkeitswoche 17.-21.01.2011

Die grüne Hochschulgruppe Rostock veranstaltet in Kooperation mit der Juso-Hochschulgruppe Rostock, den Hochschulpiraten Rostock und der AStA-Referentin für Umwelt und Ernährung eine Nachhaltigkeitswoche zwischen dem 17.01 und 21.01.20110. Jeden Tag wird in dieser Woche eine Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit stattfinden.


17.Januar „Nachhaltigkeit bei schwindenden Ressourcen“

Bettina Elisabeth Hennig ist derzeit Stipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und promoviert als Mitglied der Forschungsgruppe Nachhaltigkeit und Klimapolitik an der Universität Bremen.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der rechtlichen Steuerung der energetischen Biomassenutzung, dem Recht der grünen Gentechnik und der Nachhaltigkeitsforschung.
Der Vortrag liegt schwerpunktmäßig auf Ressourcenknappheit und durch diese auf uns zulaufende Verteilungsprobleme global, eventuell auch national, aber auch auf den Folgen für unser Wirtschaftssystem. Es soll plastisch anhand einiger Beispiele dargestellt werden, etwa anhand von Phosphor. Dem Besucher sollte bewusst werden, warum er Recyceln, warum er Material und Energie sparen sollte und was andernfalls auf lange Sicht für Konsequenzen für ihn und die Menschheit an sich  drohen.

18. Januar „Digitale Nachhaltigkeit — Was bedeutet Nachhaltigkeit bei
nicht-knappen Wissensressourcen?“

Dr. Marcus M. Dapp promovierte an der ETH Zürich zum “Einfluß von Software-Patentierung auf die Motivation und Innovation von Entwicklern von Freier/Open Source Software” und ist seitdem dort  als Lehrbeauftragter tätig. Er beschäftigt sich in der Lehre mit der Frage des nachhaltigen Umgangs mit digitalen Gütern. Seit Sommer 2009 arbeite er als IT-Stratege bei der Landeshauptstadt München, wo er sich in Fortsetzung dieses Themas auch mit “Open Government” beschäftigt.
Der Vortrag beschreibt, wie verschiedene Interessen die Produktion, Verteilung und Nutzung digitaler Ressourcen (Code & Content) beeinflussen. Gängige Ansätze mit starker Betonung Geistigen Eigentums werden mit offenen Ansätze (Linux, Wikipedia und YouTube) verglichen. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen dieser Ansätze und »digitaler Nachhaltigkeit« als möglicher Vision für die Gesellschaft.

19. Januar „Klimawandel und Soziale Gerechtigkeit“

Felix Ekardt Seit Anfang 2009 ist derzeit Gastprofessor an der juristischen Fakultät der Universität Rostock sowie regelmäßiger Autor in überregionalen Tageszeitungen (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, TAZ, Financial Times Deutschland u.a.). Neben zahlreichen Publikationen zum Prinzip der Nachhaltigkeit ist er politikberatend im Klimaschutz auf EU-, Bundes- und Landesebene für Ministerien und Parlamentsfraktionen tätig.
Der Vortrag beschreibt Folgen und Auswirkungen des Klimawandels. Welche Maßnahmen sind jetzt global notwendig und in welchem Rahmen sind sie überhaupt sinnvoll, um unseren Kindern eine Welt zu hinterlassen, die noch Lebenswert ist? Wie stellt sich durch den Klimawandel die soziale Frage, nicht nur in Europa, sondern gerade auch in den armen Teilen der Welt? Felix Ekardt stellt die Lage dar und ein Ansatz zur Lösung dieser Problematik vor.

20. Januar „Auf dem Weg zur Postwachstumsökonomie?“

Dr. Niko Paech ist derzeit Gastprofessur am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Umweltökonomik und Nachhaltigkeitsforschung. 2006 wurde er mit dem Kapp-Forschungspreises für Ökologische Ökonomie ausgezeichnet. Er ist u.a. Mitglied im Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS).
Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deutet die derzeitige Eskalation auf den Märkten für jene Ressourcen („Peak Everything“) hin, auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Was wären die Merkmale einer Ökonomie jenseits permanenten Wachstums? Welcher Wandel, welche Konsum- und Produktionsmuster gingen damit einher?

21. Januar „Zukunftsfähige Ökonomie Aus der Traum vom immer währenden Wachstum. – Alternativen und eigene Handlungsmöglichkeiten.“

Mit diesen Fragen befassen sich Aldo Segler und Torsten Hohberg (Ökohaus e.V. Rostock) in einem Workshop. Gemeinsam soll herausgefunden werden, was „Wachstum“ und was „Wohlstand“ eigentlich ist. Wie können oder warum sollten wir uns als Gesellschaft neue Ziele setzen? Wie sollte eine zukunftsfähige Wirtschaft aussehen?“

Weitere Informationen können unter www.nachhaltigkeitswoche2011.tk/ bezogen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Facebook